Portfolio Categories Public Space
431art | media art | interdisciplinary projects Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.
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Accidentally Home by Collision Project_058_2017

Im Jahr 2014 entwickelten wir mit dem Projekt „Moss Visitors from Outer Space“ die Evolutionsthese, nach der alles Leben auf der Erde durch den Einschlag eines Meteors entstanden ist, der die Moose als erste Lebensform auf den Planeten brachte.

Bei unseren Untersuchungen im Felsenmeer 2017 fanden wir mancherorts eine fast flächendeckende Ausbreitung von Moosen auf riesigen Gesteinsbrocken, identifizierten einen davon als zweiten Entstehungsort irdischen Lebens und kennzeichneten ihn mit dessen GPS-Daten.

Á bout de souffle – Verschnaufen auf Zeit Project_057_2017

431art / Haike Rausch, Torsten Grosch: Á bout de souffle – Verschnaufen auf Zeit

 

Interaktive Sitzbank

Eine Intervention im öffentlichen Raum, bestehend aus einer interaktiven Sitzbank. Die Bank ist mit einem Sensor ausgestattet, die das Ankommen eines Gastes erfasst und daraufhin ein Soundmodul startet und die Nutzung der Bank kommentiert und reglementiert.

 

Die Installation thematisiert das Verweilen auf Zeit, das Flüchtlinge während und auch nach ihrer Flucht erfahren. Das „Nie wissen, wann man sich ausruhen kann; nie wissen, wann man tatsächlich (sicher) angekommen ist“. Mit diesem Thema wird der Passant in einer gänzlich unerwarteten Situation konfrontiert: auf einer Sitzbank im öffentlichen Raum, die geradezu dazu einlädt, zu verweilen und sich auszuruhen; eine Sitzbank, wie sie an öffentlichen Plätzen aufgestellt wird, damit dieser belebt wird oder wie sie in öffentlichen Parkanlagen zu finden ist. Eine Bank, die normalerweise jeden als Gast empfängt, wird durch die Intervention nicht nur zum Ausdruck für eine Reglementierung, wie sie derzeit viele Flüchtige auf der Suche nach einer sicheren Bleibe erfahren; sie lässt einen jeden Gast diese Reglementierung überraschend und unerwartet erfahren. Diese Reglementierung unterbricht Gespräche, verunmöglicht ein Verweilen und verunsichert in einer scheinbar vertrauten und sicheren Umgebung. Der Titel rekurriert auf den Film „Á bout de souffle“ der Nouvelle Vague. Platziert wurde die Arbeit vor dem ehemaligen Kino in Marchtrenk, Österreich.

Die Bank war eine Spende der Gemeinde Marchtrenk im Stil der im öffentlichen Raum bereit stehenden Bänke, von denen jede ein anderes Motto trug.

 

 

Festival der Regionen 2017, Marchtrenk, Österreich. Festivalthema: Ungebetene Gäste

 

Von Bäumen und anderen Wesen Project_056_2016

„Wollen Sie den Vorschlag, die Würde der Pflanzen in die Verfassung aufzunehmen, annehmen?“

 

fragte die „Botanische Eidgenossenschaft“ in der Volksabstimmung „Über die bedingungslose Aufnahme heimatloser Pflanzen“ die Glarnerinnen und Glarner und bemerkten bald, das direkte Demokratie auch in der Eidgenossenschaft nicht immer reibungslos über die Bühne zu gehen scheint. Die Kantonspolizei bewertete die (wohlgemerkt kommunal bewilligte) Plakataktion im Hinblick eines Generalbundesratsbesuches als zu subversiv und konfiszierte über Nacht kurzerhand 22 der 25 Abstimmungsplakate.

Der Ausstellungsraum „Gepäckausgabe“ selbst mutierte zum grünsten Abstimmungsbüro der Schweiz. Über einer dick aufgetragenen Holzschnitzelschicht schwebten jung entwurzelte Buchen vor dem Film über die Rettung von 33 Buchensetzlingen aus dem Kelsterbacher Bannwald. Die Installation stellte den in Deutschland verwendeten Begriff des Bannwald dem in der Schweiz verwendeten Begriff des Schutzwaldes gegenüber. Holz war in verschiedenen Verarbeitungsstufen sichtbar. Neben den frisch entwurzelten Buchen, waren Holzschnitzel, Holzlatten, sowie das Holzparkett des Raumes Teil der Installation.

Text: Gepäckausgabe, 431art

The Rise of the Bamboo Project_055_2016

Zwei Bambus-Pflanzen aus Licht wachsen vor den Augen der Zuschauer über mehrere Stockwerke an dem im Bau befindlichen nachhaltigen Wohnhochhaus „PRAEDIUM“ empor und wiegen sich im Wind. Der Bambus, der in Asien mit Glück, Wachstum, Stabilität, Wohlstand und Vitalität verbunden wird, stand zudem Pate für die Gestaltung des Entrées.

Endorphin 1.2 – Window to Hope Project_055_2016

Endorphin 1.2 – Window to Hope

 

Die Videoinstallation stellt positive und negative Gefühle als Typografie
aus Licht vor einem Wassertropfen dar. Sie fordert Besucher auf, aus
den Begriffen ihre persönliche Mischung für das eigene Wohlbefinden
zusammen zu stellen. Im Foyer stehen Teilnahmebögen bereit, die in
eine bereitstehende Box eingeworfen werden können.

In Schöppingen (NRW) wurde ein leerstehendes Ladenlokal bespielt. Die Teilnahmebögen wurde im Eingangsbereich des Eckladens bereit gestellt.

 

2016 Luminale Frankfurt/M, Mitscherlich Haus

2016 Lichtkunstnacht Schöppingen

Schmeck die Heimat 02 | Frankfurt Project_052_2015

Mit „Schmeck die Heimat“ können BesucherInnen urbane Geräusche Seckbachs in einer Wasserverkostung erfahren. 431art – Haike Rausch und Torsten Grosch – die seit 2002 mit beschalltem Wasser experimentieren, untersuchen unter anderem die geschmackliche Veränderung des Wassers durch Klang in Form von Performances und öffentlichen Wasserproben. Wie wäre es, die einen täglich umgebenden Geräusche auch schmecken zu können? Dieser Frage geht 431art nun in Frankfurt Seckbach nach. Grosch und Rausch nahmen dazu typische Seckbacher Klangquellen, wie z.B. das Bachplätschern am Fuße des Lohrbergs oder Geräusche an zentralen Orten Seckbachs, wie z.B. am alten Rathaus auf.
Aus diesen field-recordings entstanden Kompositionen aus Alltagsgeräuschen, mit denen Wasser in eigens konstruierten geschlossenen Beschallungssystemen über mehrere Stunden beschallt wird. Drei Sorten Wasser können am Samstag, den 6.Juni 2015 auf dem Frankfurter Atzelberg probiert und geschmacklich bewertet werden. Mit der Arbeit wird ein audio-sensueller-Bezug zu alltäglichen Sounds und dem Lebensumfeld geschaffen, indem Klangphänomene mit räumlichen Bezug degustiert werden können.

Dropzone Heimat ProjectT_050_2014

Als Dropzone bezeichnet man den Landeplatz eines Fallschirmspringers. Was genau ihn dort erwartet, lässt sich nicht vollständig prognostizieren.Ganz ähnlich verhält es sich mit einem Umzug in eine neue Heimat. Dafür haben wir die Metapher des Samens gewählt. Entsteht Heimat also dort, wo Verwurzelung gelingt? Für diese Frage schufen wir das poetische Bild fallender Ahornsamen, die sich in ihrem Flug nach unten propellerartig drehen. Die Installation war auf dem Frankfurter Riedberg zu sehen; einem Frankfurter Bezirk, dessen Bauphase bis 2020 abgeschlossen sein soll und der dann 16.000 Einwohner haben soll.

International Airport Schöppingen Project_049_2014

International Airport Schöppingen
Aktion und Installation anlässlich 5 Jahre botanoadopt

 

Im Jahr 2009 rettete botanoadopt 33 Buchensetzlinge vor den Rodungsarbeiten im Kelsterbacher Bannwald – die anlässlich des Baus der neuen Start- und Landebahn am Frankfurter Flughafen stattfanden – und verpflanzte sie auf das Gelände der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen zu einem neuen Bannwald.

2014 realisierten Grosch und Rausch eine temporäre Start- und Landebahn im Schöppinger Bannwald. Zwei Tage erhielt die Gemeinde im Münstlerland einen internationalen Flughafen mit dauerhafter Internetpräsenz. Bei einem öffentlichen Modellflugwettbewerb galt es, den Bannwald ohne Schäden zu durchfliegen und sicher zu landen.

www.botanoadopt.org

In der angrenzenden Museumsscheune wurde die flughafeneigene Airport Gallery ins Leben gerufen, in der die Installation „Paradies versus die letzten Ihrer Art – Die tropische Zimmerpflanze als Projektionsfläche“ zu sehen war.er zu landen. LED-Lichter markierten die Landebahn für eintreffende Flieger. Das Video „Schöppingen International Airport“ verbindet die Soundkulisse von Großflughäfen mit den filmischen Aufnahmen des Flugwettbewerbs, bei dem ausschließlich nicht motorisierte Flieger zu Einsatz kamen und ist auf der projekteigenen website zu sehen.

Moss visitors from outer space Project_047_2014

sculpture, 2014, sculptures in public forest

 

431art stellt die Evolutionshypothese auf, das alles Leben auf der Erde aus den Moosen entstanden ist. Diese gelangten einst durch einen Meteoriteneinschlag auf die Erde. Aus den Moosen entwickelte sich dann der gesamte uns bekannte Kosmos der Pflanzenwelt des Waldes, der einen Lebensraum für Pilze, Tiere und humanoide Lebensformen bildet. 431art betrachtet den Lebensraum der Moose – den Wald – als die Urform des sozialen Lebensraums.
Die Arbeit besteht aus einem nachtlichtfluoreszenten Meteoriten und drei Sitzkuben.

„Moss visitors from outer space“ setzt das Leben der Erde in Relation zu dem des gesamten Kosmos und eröffnet somit grundsätzliche Fragen nach unserer Herkunft und Bedeutung. Der Standort der Arbeit liegt nahe der Darmstädter Sternwarte.

Der Titel rekurriert zudem auf Sciencefiction-Filme aus den 1950er Jahren, in denen die Invasion fremder Spezies auf der Erde ein häufiges Sujet war.