Portfolio Categories Public Space
431art | media art | interdisciplinary projects Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.
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SMS to the Pelican Project_046_2014

Interaktive Laserprojektion mit live projizierten Texten

SMS-Nachrichten lassen einen Pelikan vom Dach des Bolongaropalastes abheben. Animation und Live-SMS. Es entsteht ein interaktives Happening, das in einem medialen Dialog Gestalt annimmt.

Work smart – Play smart Project_045_2014

Animierte Lichtinstallation

 

Ein Hund jagt einem Stock hinterher. Die Projektion in der Ästhetik früher Computerspiele ist eine Allegorie für das menschliche Streben auf direktem Wege zum Ziel zu kommen. Sie thematisiert auch die Jagd nach dem Geld mit all ihren positiven und negativen Konnotationen.

Luminale – Biennale des Lichts Frankfurt/Main

If Art is boring, Change your Shoes Project_044_2013

Die Arbeit entstand anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kunstvereins Ahlen. Der Kunstverein ist in einer ehemaligen Schuhfabrik beheimatet.
Die Arbeit besteht aus einer dauerhaften Arbeit im öffentlichen Raum (Parkplatz angrenzend an den Kunstverein), einer partizipativen Aktion und einer temporären Installation.

 

Vor den Feierlichkeiten wurde der ans Gebäude angrenzende Parkplatz von 431art mit einer dauerhaften Arbeit versehen: der relativ triste Ort wird durch einen künstlerischen Eingriff als Treffpunkt unterschiedlicher Interessensgruppen inszeniert.

Das künstlerische Konzept sieht vor, verschiedene Schuhabdrücke – flächig, einfarbig und stilisiert – mittels Schablonen und Straßenmarkierungsfarbe  auf dem Boden aufzusprühen. Die Anordnung dieser Abdrücke visualisiert verschiedenen Situationen und Begegnungen auf dem Parkplatz

Die Schuhabdrücke verwandeln den leeren Parkplatz vor den Augen der Betrachter zu einem belebten Ortes, den die Imagination seiner BetrachterInnen mit Geschichten füllt: die Gruppe Jugendlicher beim Abhängen, der Geschäftsmann eilig aussteigend, das Paar auf dem Weg zum Besuch des Kunstvereins, eine Gruppe den Wagen beladend, drei Personen im Gespräch vertieft etc..

Die Farbe Gelb als Fahrbahnmarkierung hebt die Farbe weiss auf. Der Parkplatz wird zu einem Ort der Begegnung.

Blue Hopi E10 – Mit Essen fährt man nicht Project_043_2013

Installation im öffentlichen Raum

 

StadtgARTen – Vogelfrei 10 Urbanität, Mobilität, Freiheit

 

Material: Orangefarbene Benzinkanister /Stahl, blauer Mais Sorte „blue hopi“

Das Projekt „Blue Hopi E10“ nimmt kritisch Stellung zur Thematik Biosprit. „Biosprit“, an den Zapfsäulen durch die Kennzeichnung „E10“ erkennbar, erweckt schon allein durch die Bezeichnung „Bio“ den Anschein, ein ökologisch wertvolles Produkt zu sein. Wäre er für alle Motoren geeignet, würde eine große Zahl der sich als umweltbewußt bezeichnenden Menschen Biosprit tanken.
Seit das Grundnahrungsmittel Lateinamerikas in Folge der steigenden Nachfrage jedoch an den internationalen Börsen gehandelt wird, haben sich die Preise für das Grundnahrungsmittel Lateinamerikas vervielfacht – und wird für die dort lebenden Menschen zum ernsthaften Kampf um die tägliche Mahlzeit.

Für diese komplexe Thematik mit ihren wirtschaftlichen Verflechtungen und Folgen wollte 431art ein prägnantes Bild schaffen.
Im öffentlichen Raum in Darmstadt stehen 2 Gruppen orangefarbener Benzinkanister, bestehend aus jeweils 6 orangefarbenen 20-Liter- Stahlkanistern. Die Kanister stehen leicht gekippt mit der unteren Spitze im Boden eingelassen, so das die Gießrichtung zum Boden zeigt.
An der oberen Kante haben sie eine rechteckige Öffnung, so das sie mit Erde befühlt und mit Mais bepflanzt werden können.
431art verwendet Bioland-Saatgut einer Mais-Ursorte – den „blue hopi“. Diese Sorte Saatgut war das Grundnahrungsmittel der Hopi Indianer und wurde zu Mehl gemahlen.
Sie wird heute oft als Ziermais verwendet. Ursprünglich jedoch kam „blue hopi“ gemahlen als Tortillamehl zum Einsatz.

Ein Teil der Ernte wird später zu Maismehl verarbeitet – und abgefüllt in kleine Gläser, als „Blue Hopi E 10 Gourmet“ angeboten. Ein weiterer Teil der Ernte Teil wird als Saatgut weiter eingesetzt.

Lebenslinien Project_036_2012

„Lebenslinien“ oder „Das Gold liegt auf der Straße“ untersucht und befragt die Lebens- und Alltagsbedingtheiten derjenigen, die ihren Lebens- oder Berufsmittelpunkt an der und um die Mainzer Landstrasse angesiedelt haben.

 

Die Mainzer Landstrasse ist mit 8,3 Kilometern Frankfurts zweitlängste Strasse, die an der Frankfurter Taunusanlage im Stadtteil Westend beginnt und sich durch die Stadtteile Bahnhofsviertel, Gallus, Griesheim, Nied bis nach Höchst erstreckt.
Das künstlerische Forschungsprojekt von 431art fasst den heutigen Streckenverlauf der Mainzer Landstraße als Lebenslinie durch den urbanen Raum auf und verknüpft  diese urbane Lebenslinie mit der persönlichen Lebenslinie auf der Hand von InterviewpartnerInnen.
Mit dem Konstrukt der Legende vom „Gold auf der Mainzer“ schaffen Grosch und Rausch zudem ein Bild für einen verborgenen Schatz und thematisieren mit der Frage danach den individuellen Blick ihrer InterviewpartnerInnen auf das Wertvolle oder Besondere der Mainzer. Ob das „Gold der Mainzer“ im Materiellen oder Ideellen angesiedelt wird, liegt an der Betrachtungsweise des/der Befragten, die unterschiedlichen Alters, Herkunft, Einkommensschichten und Interessen sind. Insofern macht das künstlerische Forschungsprojekt von 431art die Disparität der Mainzer Landstrasse mit künstlerischen Mitteln sichtbar und im Weiteren deren Komplexität erfahrbar. Das Gold auf der Mainzer Landstrasse ist letztlich eine Metapher für jeden einzelnen dort lebenden oder arbeitenden Menschen.

 

Mit der projekteigenen Facebook Seite (die auch für Nichtmitglieder von facebook sichtbar ist) schafft 431art zudem eine partizipative Kommunikationsplatform und damit die Möglichkeit der Teilnahme am Projekt. Gesucht werden persönliche Sichtweisen der Mainzer Landstrasse. Die Seite ermöglicht es Beiträge zu veröffentlichen, Kommentare abzugeben und den aktuellen Projektstand zu erfahren.

Teilchenbeschleuniger Project_035_2012 2013

“Teilchenbeschleuniger” ist ein investigatives Kunstprojekt, welches Atomenergie kritisch reflektiert. Das partizipative Projekt nutzt die Methode der Kontextverschiebung und wird im August/September 2012 in mehreren Stufen realisiert. Projektbestandteile sind partizipative Aktionen und Performances im öffentlichen Raum, politische Intervention, Video.
Der Projekttitel “Teilchenbeschleuniger” rekurriert auf den gleichnamigen Begriff aus der Kernphysik. Der Begriff “Teilchen” wird umgangssprachlich auch für Backwaren verwendet, die Teil des Projektes sind.
“Teilchenbeschleuniger” ist Teil des 2012 und 2013 Münsterlandweit stattfindenden Projektes “Kritische Masse”, welches unterschiedliche Energieformen künstlerisch reflektiert. Das Projekt wird vom Land NRW gefördert.

Website des Projektes

Der “Teilchenbeschleuniger” verteilt Teilchen namens “Jülicher Törtchen”, “Brokdorfer Mürbchen” oder “Muffins Fukushima” an die Bevölkerung. Eine Petition an die Bundesregierung und ein Mailing an die Kanzlerin sowie die Umweltminister Altmaier und Remmel (NRW) sind Aktionen zur Beschleunigung politischer Handlungsfähigkeit in Sachen Atomkraft und Ausbau regenerativer Energien. Teilchenbeschleuniger wird im August/September 2012 in Deutschland (Bundesland NRW und Berlin) realisiert.

 

 

Teilchenbeschleuniger
Performance, 2012

 

Der “Teilchenbeschleuniger” beschleunigte “Muffins Fukushima”, “Brokdorfer Mürbchen”, „Harrisburger“, „Sellafielder cookies“, “Jülicher Törtchen”, „Tschernobyler“ in den Städten Ahaus, Gronau, Schöppingen, NRW. 

 

 

cosey meltdown
video, 2012

Intoxikations-Ausgleich
mail art, 2012, Petition an den Deutschen Bundestag

 

„Intoxikations-Ausgleich“. Mailing mit Gesetzesvorschlag an Kanzlerin Merkel, die Umweltminister Altmaier (Bund) und Remmel (NRW), Umweltminister a.D. und Bundestagsabgeordneten Trittin, Landtagsabgeordneten Markert (NRW).

 

 

Störfall sticht – Meltdowns trump
performance, 2012

Externer Link (Audio)

 

Störfall sticht. Picknick mit Quartettspiel vor dem atomaren Zwischenlager Ahaus. Teilchenbeschleuniger. 2012.

 

 

Particle acceleration in Zagreb

performance, 2013

SPVH CONFERENCE
RENEWABLE ENERGY / RENEWABLE CULTURE

 

November 29-30, 2013, MSU Zagreb

An den beiden Konferenztagen im Gorgona-Saal der MSU von 10 bis 17 Uhr werden 20 aktuelle Positionen vorgestellt und diskutiert, die die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien und Praktiken in unserem beruflichen und privaten Alltag widerspiegeln. Ziel ist es, den Prozess des Denkens über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit auf der Mikro- und Makroebene zu beschleunigen. Internationale und kroatische Referenten werden ein breites Themenspektrum abdecken und sich dabei auf interdisziplinäre künstlerische Praktiken und neue Modelle für die soziale und politische Organisation konzentrieren. Erhaltung, Energieerzeugung und -verbrauch, die Umweltauswirkungen der Nahrungskette sowie alternative Methoden des Hochbaus – einschließlich der energetischen „Sanierung“ bestehender Gebäude und öffentlicher Einrichtungen – werden im Kontext der neuen wirtschaftlichen Energiemodelle der Zivilgesellschaft in der Entwicklung dargestellt. Beide Tage gipfeln in Plenumsdiskussionen, die darauf abzielen, das Publikum aktiv einzubeziehen.

Zu den Referenten gehörten:

Nikola Bašić, architect /  Dr. Vesna Bukarica, photovoltaic scientist / Dr. Mladen Domazet &
Dr. Danijela Dolenec, social scientists / Dr. Maja Božičević Vrhovčak, DOOR /
Drs. Maja & Reuben Fowkes, curators / Igor Franić, architect / Ivica Gjurić, architect / Adrienne Goehler, curator – publicist / Mirela Holy, Ph.D., politician / Vedran Horvat, HBS Zagreb / Deborah Hustić & Gjino Šutić, artists – activists / Dr. Vladimir Lay, social scientist / Dr. Konrad Mertens, photovoltaic scientist / Dr. René Mono, 100% erneuerbar stiftung / 431art – Haike Rausch & Torsten Grosch, artists – activists / Shelley Sacks artist – activist /
Antje Schiffers & Thomas Sprenger, artists / David Smithson, artist / Dr. Dražen Šimleša, social scientist
Project author:             David Smithson
Curated by:                  Tihomir Milovac
Organized by:
MSU Museum of Contemporary Art Zagreb
DOOR Zagreb
Otvoreni likovni pogon Zagreb

 

 

Krsko cookies

eat art, 2013, particle acceleration in Zagreb

 

 

Rotating Lightways Project_034_2012

Lichtbodenprojektion, MitscherlichHaus Frankfurt
Luminale 2012

 

Lichtlabyrinth, welches sich in wechselndem Rhythmus ähnlich der Drehbewegung eines Safeschlosses nach links und rechts um die eigene Achse dreht. An zwei Abenden fand eine Bobbycar-Rallye mit nachtlicht fluoreszenten Bobbycars statt.

Expedition Urban Space Project_030 Seit 2010

Expedition FFM Seckbach

 

Expedition durch den urbanen Raum
Künstlerische Expedition von und mit 431art. Ausgerüstet mit Sonnenbrillen und Taschenlampen, die den Teilnehmern leihweise zur Verfügung gestellt werden, wird ähnlich einer archäologischen Forschergruppe nach Einbruch der Dunkelheit die urbane Struktur eines Ortes erforscht. Die Ausrüstung von einerseits die Sicht erschwerenden Sonnenbrillen, sowie andererseits punktuelle Sicht ermöglichende Taschenlampen kreiert ein absurdes Moment im Alltag, verändert die Wahrnehmung von Raum und Zeit und macht auf diese Weise im Alltag oftmals Unbeachtetets neu entdeckbar. Vor Expeditionsbeginn erhalten die Teilnehmer ein Set von Postkarten, anhand derer die Expeditions- Stationen zu finden sind und nebenbei Wissenswertes über den Ort erfahren wird. Dabei wird auch danach gefragt, was an einem Ort hätte passiert sein können oder welchen Ursprungs ein Objekt sein könnte.

 

 

Die Expeditionen fanden seit 2010 mehrfach an folgenden Orten statt:

 

Frankfurt Lindenvierte, Frankfurt Seckbach, Frankfurt Riederwald, Schöppingen (NRW)

Schmeck die Heimat Project_029_2010

Eine audiosensuelle Erfahrung des Heimatbegriffs

Öffentliche Wasserprobe
Drei Sorten Wasser wurden mit Geräuschen des urbanen Umfeldes beschallt und zur Verkostung angeboten. Ort: Museumsscheune Schöppingen
Installation in der Museumsscheune
Fotos der Aufnahmeorte mit GPS-Koordinaten versehen wurden zwischen den Exponaten des Heimatvereins platziert und in Beziehung zueinander gesetzt.
Installation Audiolabor.

 

 

Installation und öffentliche, audio-sensuelle Wasserprobe

(zur micro Site)

 

 

Schmeck die Heimat
eat art, 2010, Öffentliche Wasserverkostung

Öffentliche Wasserprobe in der Museumsscheune Schöppingen. Drei Sorten Wasser wurden mit Soundkompositionen aus urbanen Klängen Schöppingens beschallt und zur Verkostung angeboten.

 

Schmeck die Heimat
installation, 2010, Installation in der Museumsscheune

 

Installation in der Museumsscheune
Video-Installation „Binary moves“ eines digitalen Tropfens

Fotografien der Aufnahmeorte urbaner Sounds platziert als Intervention in die bestehende Ausstellung des Heimatvereins.

 

 

Installation im Audiolabor

 

Die Soundkompositionen waren über einen Telefonhörer zu hören und versetzten gleichzeitig das Wasser in einer Petrischale in Schwingung. Das Schwingungsbild war live auf einem Monitor zu sehen.

Mitscherlich und die Folgen Project_023_2009

Mitscherlichs Appell und die Folgen

 

– oder ein emanzipatorischer Diskurs einer Straßenmarkierung.
Mitscherlich forderte seine Mitbürger immer wieder auf, «Nicht zu gehorchen, sondern zu denken». Ein Appell, sich aus dem tradierten Untertanentum Deutscher der Nachkriegszeit zu emanzipieren und zu eigenen interventionistischen Konzepten im soziokulturellen Kontext zu kommen.
Das Mitscherlich Haus befindet sich in der Peter Fischer Allee in Frankfurt-Höchst. Obwohl es sich um eine Privatstraße handelt, ist dem Wunsch der Erbauer und Eigner der Straße – diese nun auch folgerichtig «Alexander Mitscherlich Allee» nennen zu dürfen –  nicht nachgekommen worden. Straßennamen werden in der Regel von der Stadt vergeben und dies nicht immer auch nach den unmittelbar kontextuellen urbanen Gegebenheiten. Der Tatsache, das in dem Haus Nummer 23 Alexander und Margarethe Mitscherlich eine Zeit Ihres Lebens verbrachten und von diesem Ort aus Alexander Mitscherlich in die Gesellschaft wirkte, wurde bis heute nicht angemessen Rechnung getragen.
431art nimmt dies zum Anlass, anstatt einer noch fehlenden Mittelmarkierung einen interventionistischen Mittelstreifen auf der Straße zu installieren.
Bei dem nächsten Update der Satellitenbilder von Google Earth bzw. Google Maps wird beim heranzoomen der Topographie Mitscherlichs Ermahnung an die Deutschen auch international Rechnung getragen werden.
431art will darüber hinaus das Satellitenbild aus seinem kriegsmetaphorischen Target-Kontext des 20. Jahrhunderts in ein künstlerisch-interventionistisches Phänomen überführen.

 

Konzept: 431art, Umsetzung: 431art mit freundlicher Unterstützung der Wohnheim GmbH