Portfolio Categories Intervention
431art | media art | interdisciplinary projects Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.
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A Trip Through Distant Spheres Audiowalk 2022 | Interaktive Bildserie 2023 85_2022-2023

A Trip Through Distant Spheres thematisiert die Zukunftsfähigkeit von Innenstädten in Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem Strukturwandel von Innenstädten an den Standorten fünf städtischer Bäume. Digital bearbeitete Fotografien von Rinden-Strukturen fünf markanter Bäume aus Frankfurt am Main bilden die Basis einer Serie modellhafter Entwürfe urbaner Topografien. Die auditive Ebene jeder Station besteht aus Klangkompositionen, die auf den Audioaufnahmen der elektromagnetischen Felder jener fünf Bäume basieren. Diese können als akustisches Portrait des Innenleben eines Baumes verstanden werden. Jeder Station zugeordnet wird außerdem eine Fragestellung:

 

Was nährt die urbanen Kulturadern?

Wie entsteht Koexistenz aller Lebewesen?

Wie können wir das Utopische aus dem Jetzt denken?

In welchen sozialen Topografien wollen wir leben?

Welche Strukturen führen zu echter Teilhabe?

 

Aus diesem Dreiklang entstehen visuell-akustische Modelle urbaner Utopien. Diese werden an den Standorten der fünf Bäume über eine app im öffentlichen Raum erfahrbar gemacht. Auf diese Weise werden sie als utopischer Entwurf in den urbanen Raum zurück geworfen und können vom Rezipienten weiter imaginiert werden.

Gefördert von der Stiftung Kunstfonds im Rahmen von Neustart Kultur

 

2023 wurde die Arbeit anlässlich unserer Einzelausstellung in der Zentrale des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Main in den Ausstellungsraum übertragen. Sie besteht aus fünf Dyptichen. Jeder der fünf visuellen Topografien wird ein monochromes Bild gleicher Größe zugeordnet, das auf Berührung das akustische Portrait des Baumes hörbar macht. Die GPS-Daten des jeweiligen Baumes, verbunden mit der dazu gehörigen Fragestellungen, bilden den Titel jedes Dyptichon.

Postkognitives Schelleklobbe Interaktive Skulptur und Installation 84_2020-2023

Die interaktive Installation thematisiert die Krisensituation der Covid-Pandemie während der Lockdowns mit ihren Folgen für das Individuum. Während der Lockdowns führten wir telefonische Interviews mit insgesamt 24 Personen im Alter von 11 – 65 Jahren.

An der interaktiven Audioskulptur befindet sich eine Gegensprechanlage mit mehreren Namensschildern und Klingeln. Dem Klingelnden öffnet sich jedoch keine Tür für einen Besuch, sondern das Gegenüber ist – ohne tatsächlich anwesend zu sein – durch die Gegensprechanlage hörbar. Dieses Klingeln führt individuelle Erlebnisse – nicht anwesender Dritter – aus der Krise 2020 über einen Lautsprecher in einen ehemals verwaisten öffentlichen oder musealen Raum zurück. Hinter jeder Klingel verbergen sich 3-4 Aussagen, die per Zufallsgenerator nach einem Klingeln zu hören sind. Diese Geschichten einer alle betreffenden Krise treffen quasi zeitversetzt auf das hörende Gegenüber im öffentlichen oder musealen Raum. Diese Rückkopplung kann diese Räume als Orte der Begegnung mit neuen Qualitäten, wie z.B. Nähe neu aufladen.
Die Arbeit ist entstanden im Rahmen von Neustart Kultur und gefördert von der Hessischen Kulturstiftung und der Stiftung Kunstfonds und war erstmalig zu sehen in der Ausstellung „Fernweh“ des Klingspor Museum Offenbach vom 23. März – 25. Juni 2023

 

Masse: 187 cm x 50 cm x 30 cm

Material: Schichtholzplatte verputzt, interaktive Klingelanlage, Audiolautsprecher.

 

Ghost Hunting Monheim Audiowalk 83_2022

 

„Ghost Hunting – a Field Experience vom Hertz to Gigahertz“ öffnet mit 8 Stationen eine akustische Zwischenwelt, die Hörgewohnheiten auf die Probe stellt und dazu einlädt, Klangfelder selbst zu erforschen: durch genaues Hinhören oder Lauschen. Was erzählen uns die elektromagnetischen Felder urbaner Orte? Wie klingt der urbane Raum nachts, wenn alles still ist? Was erzählen uns die Geister, die in den elektromagnetischen Landschaften, den unsichtbaren Räumen der Poesie, leben?

 

Start 5.11.2022. Der Audiowalk kann rund um die Uhr zu einer selbst gewählten Zeit wahrgenommen werden und endet am 11.12.2022 um 23:59 Uhr.

 

Technische Voraussetzungen: Zur Teilnahme benötigen Sie die kostenlosen apps digiwalk und QR-Code-Reader sowie ein internetfähiges Smartphone und eine (geschlossenen) Kopfhörer.

 

Zugangscode: Den Zugangscode (QR-Code) finden Sie ab dem 5.11.2022 vor Ort an der Kunstwerkstatt Monheim, sowie ab 6. November 2022 auch auf www.kunstschule.monheim.de

 

Catwalk for Moss Invaders Fotografische Serie und Intervention auf Instagram 82_2022

 

„Catwalk for Moss-Invaders“ setzt in einem 18-teiligen Bilderzyklus die Ankunft außerirdischer Moose auf einer Hubschrauber-Landeplattform bildnerisch in Szene und wurde 2022 zuerst auf dem eigens für das Projekt konzipierten Instagram-Account  veröffentlicht.

Moose als landende – oder gerade startende Wesen in verschiedenen Szenarien
über einer Hubschrauber-Landeplattform eines Hochhauses: sich in einem Schwebezustand befindende Außerirdische, die nicht wissen, mit welchen Gefahren sie heute auf der Erde konfrontiert werden. Lebewesen, von denen wir nicht wissen, ob sie neuartige Viren mit auf die Erde bringen.

Doch anstatt den desaströsen Zustand der Erde zu erforschen, landen die Moose schließlich auf Instagram – einer Socialmedia-Platform und digitalen Zwischenwelt, in der es hauptsächlich um Schönheit und Selbstinszenierung geht.

 

Die Arbeit knüpft an das Projekt „Moss Visitors from Outer Space“ aus dem Jahr 2014 an. Moose und Flechten gehören zu den ersten Lebewesen auf der Erde. Laut der Evolutionstheorie von 431art kamen die Moose einst als Außerirdische und Begründer irdischer Evolution durch einen Meteoriteneinschlag auf die Erde.

 

2014 „Moss Visiters from Outer Space“

Skulpturale Arbeit im öffentlichen Raum und Evolutionstheorie

2017 „Accidently Home by Collision“

Temporäre Skulptur im öffentlichen Raum, Performance und Video

2018 „Moss Indicators“
Temporäre Skulpturen im öffentlichen Raum

2022 „Catwalk for Moss Invaders“

Fotografische Serie und Instagram-account

 

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

im Rahmen von Neustart Kultur durch Deutscher Künstlerbund e.V.

Wandelmut – Museum Sinclair botanoadopt partizipative Ausstellung 81_2022

 

Zu seinem experimentellen Projekt „Wandelmut“ lud das Museum Sinclair-Haus Künstlerinnen und Künstler ein, deren Projekte dazu inspirieren, nachhaltig und klimagerecht zu handeln.

wir waren mit unserem Langzeitprojekt botanoadopt® vertreten und zeigten die partizipative Installation „Landscape of Empathy“ sowie eine fotografische Serie portraitierter Zimmerpflanzen mit vertonten Biografien, die über einen QR-Code auf dem Smartphone gehört werden konnten.

 

Im Rahmen der Ausstellung gab es zwei Veranstaltungen:

1. Empathietraining mit Pflanzen

2. botanoadopt® Adoptionsbüro:

am letzten Tag der Ausstellung konnten die Pflanzen der Installation adoptiert- und mit nach Hause genommen werden

botanoadopt Performative Lesung_80_2021

botanoadopt® Performative Lesung

 

Die performative Lesung in einem zum Kulturraum umgewidmeten Ladenlokal in der Berliner Str. Frankfurt/M im Dezember 2021 inszenierte die Schaufensterscheibe als Adventskalender. Hinter den nicht chronologischen Ziffern verbargen sich Seitenzahlen des Buches „Urban Plants“. Die Lesung und Klangperformance wurde per Audioanlage in den Stadtraum übertragen. Das dortige Publikum wählte per Handzeichen Türchen mit Ziffern aus dem Kalender aus. Diese wurden nach jeder Wahl von der Scheibe entfernt, führte zur entsprechenden Buchseite und Biografie, die anschließend zu hören war. Live erzeugte atmosphärischen Klängen und die performative Interaktion mit einer Pflanze waren ebenfalls Teil der Performance. Im Laufe der Aktion wurde der Blick auf beider Performer:innen vollkommen frei gegeben.

 

Veranstalter war der Verein „Kulturzeiter*In“, der während der Pandemie Spendengelder zur Unterstützung freier Kulturschaffender sammelt.

 

Fotos: Sarah Sorge

botanoadopt – Lecture Performance und Adoptionsbüro_76_2021

botanoadopt® Lecture Performance und Adoptionsbüro – 431art 2021

 

Zur Finissage der Ausstellungen „Die Stadt und das Grün“ sowie „Frankfurter Gartenlust“ im Historischen Museum in Frankfurt/Main war 431art mit einem Adoptionsbüro für Pflanzen sowie einer Lecture-Performance zu Motiven, Hintergründen und Aktionen von botanoadopt® eingeladen. Es wurde rege adoptiert, der botanoadopt® Jahreskalender vorgestellt und viele Gespräche zu Pflanzen geführt.

 

Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume_75_2021

„Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume“ – 431art 2021

 

„Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume“ ist ein Audiowalk mit 9 Stationen basierend auf Field Recordings elektromagnetischer Felder von Bäumen. Diese für das menschliche Ohr normalerweise unhörbareren Klänge wurden von uns in den hörbaren Frequenzbereich transformiert und bilden das Ausgangsmaterial unserer Kompositionen. Der Audiowalk ist eine experimentelle auditive Erforschung der Lautäußerung von Bäumen, die Hörgewohnheiten auf die Probe stellt und eine neue Perspektive auf deren Innenleben öffnet. „Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume“  ist gleichzeitig eine dezentrale Lichtinstallation an Ahorn, Buche, Eiche, Kastanie, Lärche, Linde, Mammutbaum, Ulme und Weide.

 

Realisiert 2021 in Reelkirchen, Blomberg, OW

Die Teilnahme am Audiowalk war über eine app auf dem eigenen Smartphone möglich.

 

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik.

 

Partikel der Geschäftigkeit_74_2021

10. 04. 2021 Performative Spurensuche „Partikel der Geschäftigkeit“

 

Die Wolke von Kleinstpartikeln, die jeder Mensch ständig um sich herum trägt, wird auch „Personal Cloud“ genannt. Die Staubforschung fand kürzlich heraus, das der Staub im öffentlichen Raum während der Coronoa Pandemie zurück ging, während der Staub in Wohnungen mehr wurde. Das liegt laut Staubforschern an der Pandemie bedingten Verlagerung menschlicher Aktivitäten in den Innenraum.

 

Die „Personal Cloud“ als Ausgangspunkt unserer Arbeit nehmend, untersuchen wir die Spuren menschlicher Aktivitäten im öffentlichen Raum. Am 10. April 2021 wurde der Staub im öffentlichen Raum erstmals von uns in Frankfurt/M evaluiert. Dabei beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Aktivitäten und Formen des Zusammenlebens wir künftig im öffentlichen Raum brauchen. Ausgerüstet u.a. mit Kehrbesen, einem Teppich und Koffern für Staubproben, untersuchen wir die Spuren städtischer Aktivitäten anhand von Kleinstpartikeln. Auf unserer performativen Spurensuche kehren wir dazu den Staub von Straßen und Plätzen – als Zeugnis städtischen Lebens und Hinterlassenschaft der „Personal Clouds“ – zusammen. Anschließend wird diese Sammlung vor Ort unter einen Teppich gekehrt, durch rhythmisches Bewegen des Teppichs neu gemischt und sodann – für die spätere mikroskopische Untersuchung – in kleine Gläser gefüllt.

 

Performances am 10. 04. 2021 in Frankfurt am Main:

• Beginn der Europa-Allee

• Güterplatz

• Gallus Warte – Mainzer Landstraße

 

Ausstellung 11. 4. – 18.4. 2021
im Schaufenster des Ausstellungsraums be poet:
Künstlergespräch per Wechselsprechanlage:
So 18.4.2021 von 15:00 – 16:30 Uhr

 

Realisiert mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums
für Wissenschaft und Kunst und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

 

Photo credit: Bernd Thiele