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431art | media art | interdisciplinary projects Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.
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International Airport Schöppingen Project_049_2014

International Airport Schöppingen
Aktion und Installation anlässlich 5 Jahre botanoadopt

 

Im Jahr 2009 rettete botanoadopt 33 Buchensetzlinge vor den Rodungsarbeiten im Kelsterbacher Bannwald – die anlässlich des Baus der neuen Start- und Landebahn am Frankfurter Flughafen stattfanden – und verpflanzte sie auf das Gelände der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen zu einem neuen Bannwald.

 

2014 realisierten Grosch und Rausch eine temporäre Start- und Landebahn im Schöppinger Bannwald. Zwei Tage erhielt die Gemeinde im Münstlerland einen internationalen Flughafen mit dauerhafter Internetpräsenz. Bei einem öffentlichen Modellflugwettbewerb galt es, den Bannwald ohne Schäden zu durchfliegen und sicher zu landen. LED-Lichter markierten die Landebahn für eintreffende Flieger. Das Video „Schöppingen International Airport“ verbindet die Soundkulisse von Großflughäfen mit den filmischen Aufnahmen des Flugwettbewerbs, bei dem ausschließlich nicht motorisierte Flieger zu Einsatz kamen und ist auf der projekteigenen website zu sehen.

 

 

www.botanoadopt.org

 

airport.431art.org

 

In der angrenzenden Museumsscheune wurde die flughafeneigene Airport Gallery ins Leben gerufen, in der die Installation “Paradies versus die letzten Ihrer Art – Die tropische Zimmerpflanze als Projektionsfläche” zu sehen war.

Moss visitors from outer space Project_047_2014

sculpture, 2014, sculptures in public forest

 

431art stellt die Evolutionshypothese auf, das alles Leben auf der Erde aus den Moosen entstanden ist. Diese gelangten einst durch einen Meteoriteneinschlag auf die Erde. Aus den Moosen entwickelte sich dann der gesamte uns bekannte Kosmos der Pflanzenwelt des Waldes, der einen Lebensraum für Pilze, Tiere und humanoide Lebensformen bildet. 431art betrachtet den Lebensraum der Moose – den Wald – als die Urform des sozialen Lebensraums.
Die Arbeit besteht aus einem nachtlichtfluoreszenten Meteoriten und drei Sitzkuben.

“Moss visitors from outer space” setzt das Leben der Erde in Relation zu dem des gesamten Kosmos und eröffnet somit grundsätzliche Fragen nach unserer Herkunft und Bedeutung. Der Standort der Arbeit liegt nahe der Darmstädter Sternwarte.

Der Titel rekurriert zudem auf Sciencefiction-Filme aus den 1950er Jahren, in denen die Invasion fremder Spezies auf der Erde ein häufiges Sujet war.

 

Video

SMS to the Pelican Project_046_2014

Interaktive Laserprojektion mit live projizierten Texten

 

 

 

SMS-Nachrichten lassen einen Pelikan vom Dach des Bolongaropalastes abheben. Animation und Live-SMS. Es entsteht ein interaktives Happening, das in einem medialen Dialog Gestalt annimmt.

Work smart – Play smart Project_045_2014

Animierte Lichtinstallation

 

 

Ein Hund jagt einem Stock hinterher. Die Projektion in der Ästhetik früher Computerspiele ist eine Allegorie für das menschliche Streben auf direktem Wege zum Ziel zu kommen. Sie thematisiert auch die Jagd nach dem Geld mit all ihren positiven und negativen Konnotationen.

Luminale – Biennale des Lichts Frankfurt/Main

If Art is boring, Change your Shoes Project_044_2013

Die Arbeit entstand anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kunstvereins Ahlen. Der Kunstverein ist in einer ehemaligen Schuhfabrik beheimatet.
Die Arbeit besteht aus einer dauerhaften Arbeit im öffentlichen Raum (Parkplatz angrenzend an den Kunstverein), einer partizipativen Aktion und einer temporären Installation.

 

Vor den Feierlichkeiten wurde der ans Gebäude angrenzende Parkplatz von 431art mit einer dauerhaften Arbeit versehen: der relativ triste Ort wird durch einen künstlerischen Eingriff als Treffpunkt unterschiedlicher Interessensgruppen inszeniert.

Das künstlerische Konzept sieht vor, verschiedene Schuhabdrücke – flächig, einfarbig und stilisiert – mittels Schablonen und Straßenmarkierungsfarbe  auf dem Boden aufzusprühen. Die Anordnung dieser Abdrücke visualisiert verschiedenen Situationen und Begegnungen auf dem Parkplatz

Die Schuhabdrücke verwandeln den leeren Parkplatz vor den Augen der Betrachter zu einem belebten Ortes, den die Imagination seiner BetrachterInnen mit Geschichten füllt: die Gruppe Jugendlicher beim Abhängen, der Geschäftsmann eilig aussteigend, das Paar auf dem Weg zum Besuch des Kunstvereins, eine Gruppe den Wagen beladend, drei Personen im Gespräch vertieft etc..

Die Farbe Gelb als Fahrbahnmarkierung hebt die Farbe weiss auf. Der Parkplatz wird zu einem Ort der Begegnung.

Blue Hopi E10 – Mit Essen fährt man nicht Project_043_2013

Installation im öffentlichen Raum

 

StadtgARTen – Vogelfrei 10 Urbanität, Mobilität, Freiheit

 

Material: Orangefarbene Benzinkanister /Stahl, blauer Mais Sorte “blue hopi”

Das Projekt “Blue Hopi E10” nimmt kritisch Stellung zur Thematik Biosprit. “Biosprit”, an den Zapfsäulen durch die Kennzeichnung “E10” erkennbar, erweckt schon allein durch die Bezeichnung “Bio” den Anschein, ein ökologisch wertvolles Produkt zu sein. Wäre er für alle Motoren geeignet, würde eine große Zahl der sich als umweltbewußt bezeichnenden Menschen Biosprit tanken.
Seit das Grundnahrungsmittel Lateinamerikas in Folge der steigenden Nachfrage jedoch an den internationalen Börsen gehandelt wird, haben sich die Preise für das Grundnahrungsmittel Lateinamerikas vervielfacht – und wird für die dort lebenden Menschen zum ernsthaften Kampf um die tägliche Mahlzeit.

 


 

Für diese komplexe Thematik mit ihren wirtschaftlichen Verflechtungen und Folgen wollte 431art ein prägnantes Bild schaffen.
Im öffentlichen Raum in Darmstadt stehen 2 Gruppen orangefarbener Benzinkanister, bestehend aus jeweils 6 orangefarbenen 20-Liter- Stahlkanistern. Die Kanister stehen leicht gekippt mit der unteren Spitze im Boden eingelassen, so das die Gießrichtung zum Boden zeigt.
An der oberen Kante haben sie eine rechteckige Öffnung, so das sie mit Erde befühlt und mit Mais bepflanzt werden können.
431art verwendet Bioland-Saatgut einer Mais-Ursorte – den “blue hopi”. Diese Sorte Saatgut war das Grundnahrungsmittel der Hopi Indianer und wurde zu Mehl gemahlen.
Sie wird heute oft als Ziermais verwendet. Ursprünglich jedoch kam “blue hopi” gemahlen als Tortillamehl zum Einsatz.

Ein Teil der Ernte wird später zu Maismehl verarbeitet – und abgefüllt in kleine Gläser, als „Blue Hopi E 10 Gourmet“ angeboten. Ein weiterer Teil der Ernte Teil wird als Saatgut weiter eingesetzt.

Teilchenbeschleuniger Project_035_2012 2013

“Teilchenbeschleuniger” ist ein investigatives Kunstprojekt, welches Atomenergie kritisch reflektiert. Das partizipative Projekt nutzt die Methode der Kontextverschiebung und wird im August/September 2012 in mehreren Stufen realisiert. Projektbestandteile sind partizipative Aktionen und Performances im öffentlichen Raum, politische Intervention, Video.
Der Projekttitel “Teilchenbeschleuniger” rekurriert auf den gleichnamigen Begriff aus der Kernphysik. Der Begriff “Teilchen” wird umgangssprachlich auch für Backwaren verwendet, die Teil des Projektes sind.
“Teilchenbeschleuniger” ist Teil des 2012 und 2013 Münsterlandweit stattfindenden Projektes “Kritische Masse”, welches unterschiedliche Energieformen künstlerisch reflektiert. Das Projekt wird vom Land NRW gefördert.

Website des Projektes

Der “Teilchenbeschleuniger” verteilt Teilchen namens “Jülicher Törtchen”, “Brokdorfer Mürbchen” oder “Muffins Fukushima” an die Bevölkerung. Eine Petition an die Bundesregierung und ein Mailing an die Kanzlerin sowie die Umweltminister Altmaier und Remmel (NRW) sind Aktionen zur Beschleunigung politischer Handlungsfähigkeit in Sachen Atomkraft und Ausbau regenerativer Energien. Teilchenbeschleuniger wird im August/September 2012 in Deutschland (Bundesland NRW und Berlin) realisiert.

 

 

Teilchenbeschleuniger
Performance, 2012

 

Der “Teilchenbeschleuniger” beschleunigte “Muffins Fukushima”, “Brokdorfer Mürbchen”, „Harrisburger“, „Sellafielder cookies“, “Jülicher Törtchen”, „Tschernobyler“ in den Städten Ahaus, Gronau, Schöppingen, NRW. 

 

 

cosey meltdown
video, 2012

 

 

 

 

Intoxikations-Ausgleich
mail art, 2012, Petition an den Deutschen Bundestag

 

„Intoxikations-Ausgleich“. Mailing mit Gesetzesvorschlag an Kanzlerin Merkel, die Umweltminister Altmaier (Bund) und Remmel (NRW), Umweltminister a.D. und Bundestagsabgeordneten Trittin, Landtagsabgeordneten Markert (NRW).

 

 

Störfall sticht – Meltdowns trump
performance, 2012

 

Störfall sticht. Picknick mit Quartettspiel vor dem atomaren Zwischenlager Ahaus. Teilchenbeschleuniger. 2012.

 

 

Particle acceleration in Zagreb

performance, 2013

SPVH CONFERENCE
RENEWABLE ENERGY / RENEWABLE CULTURE

 

November 29-30, 2013, MSU Zagreb

An den beiden Konferenztagen im Gorgona-Saal der MSU von 10 bis 17 Uhr werden 20 aktuelle Positionen vorgestellt und diskutiert, die die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien und Praktiken in unserem beruflichen und privaten Alltag widerspiegeln. Ziel ist es, den Prozess des Denkens über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit auf der Mikro- und Makroebene zu beschleunigen. Internationale und kroatische Referenten werden ein breites Themenspektrum abdecken und sich dabei auf interdisziplinäre künstlerische Praktiken und neue Modelle für die soziale und politische Organisation konzentrieren. Erhaltung, Energieerzeugung und -verbrauch, die Umweltauswirkungen der Nahrungskette sowie alternative Methoden des Hochbaus – einschließlich der energetischen “Sanierung” bestehender Gebäude und öffentlicher Einrichtungen – werden im Kontext der neuen wirtschaftlichen Energiemodelle der Zivilgesellschaft in der Entwicklung dargestellt. Beide Tage gipfeln in Plenumsdiskussionen, die darauf abzielen, das Publikum aktiv einzubeziehen.

Zu den Referenten gehörten:

Nikola Bašić, architect /  Dr. Vesna Bukarica, photovoltaic scientist / Dr. Mladen Domazet &
Dr. Danijela Dolenec, social scientists / Dr. Maja Božičević Vrhovčak, DOOR /
Drs. Maja & Reuben Fowkes, curators / Igor Franić, architect / Ivica Gjurić, architect / Adrienne Goehler, curator – publicist / Mirela Holy, Ph.D., politician / Vedran Horvat, HBS Zagreb / Deborah Hustić & Gjino Šutić, artists – activists / Dr. Vladimir Lay, social scientist / Dr. Konrad Mertens, photovoltaic scientist / Dr. René Mono, 100% erneuerbar stiftung / 431art – Haike Rausch & Torsten Grosch, artists – activists / Shelley Sacks artist – activist /
Antje Schiffers & Thomas Sprenger, artists / David Smithson, artist / Dr. Dražen Šimleša, social scientist
Project author:             David Smithson
Curated by:                  Tihomir Milovac
Organized by:
MSU Museum of Contemporary Art Zagreb
DOOR Zagreb
Otvoreni likovni pogon Zagreb

 

 

Krsko cookies

eat art, 2013, particle acceleration in Zagreb

 

 

 

Schmeck die Heimat Project_029_2010

Eine audiosensuelle Erfahrung des Heimatbegriffs

Öffentliche Wasserprobe
Drei Sorten Wasser wurden mit Geräuschen des urbanen Umfeldes beschallt und zur Verkostung angeboten. Ort: Museumsscheune Schöppingen
Installation in der Museumsscheune
Fotos der Aufnahmeorte mit GPS-Koordinaten versehen wurden zwischen den Exponaten des Heimatvereins platziert und in Beziehung zueinander gesetzt.
Installation Audiolabor.

 

 

Installation und öffentliche, audio-sensuelle Wasserprobe

(zur micro Site) (flash)

 

 

Schmeck die Heimat
eat art, 2010, Öffentliche Wasserverkostung

Öffentliche Wasserprobe in der Museumsscheune Schöppingen. Drei Sorten Wasser wurden mit Soundkompositionen aus urbanen Klängen Schöppingens beschallt und zur Verkostung angeboten.

 

Schmeck die Heimat
installation, 2010, Installation in der Museumsscheune

 

Installation in der Museumsscheune
Video-Installation “Binary moves” eines digitalen Tropfens

Fotografien der Aufnahmeorte urbaner Sounds platziert als Intervention in die bestehende Ausstellung des Heimatvereins.

 

 

Installation im Audiolabor

 

Die Soundkompositionen waren über einen Telefonhörer zu hören und versetzten gleichzeitig das Wasser in einer Petrischale in Schwingung. Das Schwingungsbild war live auf einem Monitor zu sehen.

Missing Link – Lumenosaurus West Project_028_2010

Licht-Bodenprojektion zur Luminale 2010


431art werden zur Luminale 2010 die Freifläche vor dem Höchster Mitscherlichhaus bespielen und ein riesiges Dinosaurierfossil aus Licht auf die Fläche projezieren.Die noch unbebaute Fläche wird von 431art als möglicher Fundort von Dinosauriern in Szene gesetzt. 431art spannt mit der künstlerischen Aktion in Höchst einen Bogen zwischen erdgeschichtlich betrachteter Vorgeschichte und lebenswertem Kulturraum der Jetzt-Zeit.

 

zur Micro Site (flash)

A Plants Tale Teller Project_025_2009

Arbeit im Kontext von botanoadopt

 

 

A plants tale teller
installation, 2009

 

4,00 Meter x 2,50 x 2,50 Meter (Größe variabel)
Text, Papier, MDF, Nylon, Pflanzen, Terracotta, Erde, Überlebensdecken

 

Die 2009 entstandene Installation “A plants tale teller” besteht aus ca. 40 Biografien von Adoptivpflanzen, sowie in Überlebensdecken eingehüllten Pflanzen (die alle in der Pflanzenklappe von botanoadopt abgegeben wurden), Terracotta, Erde.

 

Ausgestellt 2009 Dortmund (Ausstellung “Glück und Zeit”, Dortmunder Depot) und Köln (Ausstellung im Rahmen der “ökoRausch”, Messe für nachhaltiges Design)