Portfolio Categories Intervention
431art | media art | interdisciplinary projects Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.
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Ghost Hunting Monheim Audiowalk 83_2022

 

„Ghost Hunting – a Field Experience vom Hertz to Gigahertz“ öffnet mit 8 Stationen eine akustische Zwischenwelt, die Hörgewohnheiten auf die Probe stellt und dazu einlädt, Klangfelder selbst zu erforschen: durch genaues Hinhören oder Lauschen. Was erzählen uns die elektromagnetischen Felder urbaner Orte? Wie klingt der urbane Raum nachts, wenn alles still ist? Was erzählen uns die Geister, die in den elektromagnetischen Landschaften, den unsichtbaren Räumen der Poesie, leben?

 

Start 5.11.2022. Der Audiowalk kann rund um die Uhr zu einer selbst gewählten Zeit wahrgenommen werden und endet am 11.12.2022 um 23:59 Uhr.

 

Technische Voraussetzungen: Zur Teilnahme benötigen Sie die kostenlosen apps digiwalk und QR-Code-Reader sowie ein internetfähiges Smartphone und eine (geschlossenen) Kopfhörer.

 

Zugangscode: Den Zugangscode (QR-Code) finden Sie ab dem 5.11.2022 vor Ort an der Kunstwerkstatt Monheim, sowie ab 6. November 2022 auch auf www.kunstschule.monheim.de

 

Catwalk for Moss Invaders Fotografische Serie und Intervention auf Instagram 82_2022

 

„Catwalk for Moss-Invaders“ setzt in einem 18-teiligen Bilderzyklus die Ankunft außerirdischer Moose auf einer Hubschrauber-Landeplattform bildnerisch in Szene und wurde 2022 zuerst auf dem eigens für das Projekt konzipierten Instagram-Account  veröffentlicht.

Moose als landende – oder gerade startende Wesen in verschiedenen Szenarien
über einer Hubschrauber-Landeplattform eines Hochhauses: sich in einem Schwebezustand befindende Außerirdische, die nicht wissen, mit welchen Gefahren sie heute auf der Erde konfrontiert werden. Lebewesen, von denen wir nicht wissen, ob sie neuartige Viren mit auf die Erde bringen.

Doch anstatt den desaströsen Zustand der Erde zu erforschen, landen die Moose schließlich auf Instagram – einer Socialmedia-Platform und digitalen Zwischenwelt, in der es hauptsächlich um Schönheit und Selbstinszenierung geht.

 

Die Arbeit knüpft an das Projekt „Moss Visitors from Outer Space“ aus dem Jahr 2014 an. Moose und Flechten gehören zu den ersten Lebewesen auf der Erde. Laut der Evolutionstheorie von 431art kamen die Moose einst als Außerirdische und Begründer irdischer Evolution durch einen Meteoriteneinschlag auf die Erde.

 

2014 „Moss Visiters from Outer Space“

Skulpturale Arbeit im öffentlichen Raum und Evolutionstheorie

2017 „Accidently Home by Collision“

Temporäre Skulptur im öffentlichen Raum, Performance und Video

2018 „Moss Indicators“
Temporäre Skulpturen im öffentlichen Raum

2022 „Catwalk for Moss Invaders“

Fotografische Serie und Instagram-account

 

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

im Rahmen von Neustart Kultur durch Deutscher Künstlerbund e.V.

Wandelmut – Museum Sinclair botanoadopt partizipative Ausstellung 81_2022

 

Zu seinem experimentellen Projekt „Wandelmut“ lud das Museum Sinclair-Haus Künstlerinnen und Künstler ein, deren Projekte dazu inspirieren, nachhaltig und klimagerecht zu handeln.

wir waren mit unserem Langzeitprojekt botanoadopt® vertreten und zeigten die partizipative Installation „Landscape of Empathy“ sowie eine fotografische Serie portraitierter Zimmerpflanzen mit vertonten Biografien, die über einen QR-Code auf dem Smartphone gehört werden konnten.

 

Im Rahmen der Ausstellung gab es zwei Veranstaltungen:

1. Empathietraining mit Pflanzen

2. botanoadopt® Adoptionsbüro:

am letzten Tag der Ausstellung konnten die Pflanzen der Installation adoptiert- und mit nach Hause genommen werden

botanoadopt Performative Lesung_80_2021

botanoadopt® Performative Lesung

 

Die performative Lesung in einem zum Kulturraum umgewidmeten Ladenlokal in der Berliner Str. Frankfurt/M im Dezember 2021 inszenierte die Schaufensterscheibe als Adventskalender. Hinter den nicht chronologischen Ziffern verbargen sich Seitenzahlen des Buches „Urban Plants“. Die Lesung und Klangperformance wurde per Audioanlage in den Stadtraum übertragen. Das dortige Publikum wählte per Handzeichen Türchen mit Ziffern aus dem Kalender aus. Diese wurden nach jeder Wahl von der Scheibe entfernt, führte zur entsprechenden Buchseite und Biografie, die anschließend zu hören war. Live erzeugte atmosphärischen Klängen und die performative Interaktion mit einer Pflanze waren ebenfalls Teil der Performance. Im Laufe der Aktion wurde der Blick auf beider Performer:innen vollkommen frei gegeben.

 

Veranstalter war der Verein „Kulturzeiter*In“, der während der Pandemie Spendengelder zur Unterstützung freier Kulturschaffender sammelt.

 

Fotos: Sarah Sorge

botanoadopt – Lecture Performance und Adoptionsbüro_76_2021

botanoadopt® Lecture Performance und Adoptionsbüro – 431art 2021

 

Zur Finissage der Ausstellungen „Die Stadt und das Grün“ sowie „Frankfurter Gartenlust“ im Historischen Museum in Frankfurt/Main war 431art mit einem Adoptionsbüro für Pflanzen sowie einer Lecture-Performance zu Motiven, Hintergründen und Aktionen von botanoadopt® eingeladen. Es wurde rege adoptiert, der botanoadopt® Jahreskalender vorgestellt und viele Gespräche zu Pflanzen geführt.

 

Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume_75_2021

„Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume“ – 431art 2021

 

„Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume“ ist ein Audiowalk mit 9 Stationen basierend auf Field Recordings elektromagnetischer Felder von Bäumen. Diese für das menschliche Ohr normalerweise unhörbareren Klänge wurden von uns in den hörbaren Frequenzbereich transformiert und bilden das Ausgangsmaterial unserer Kompositionen. Der Audiowalk ist eine experimentelle auditive Erforschung der Lautäußerung von Bäumen, die Hörgewohnheiten auf die Probe stellt und eine neue Perspektive auf deren Innenleben öffnet. „Ghost Hunting – das EMF Rauschen der Bäume“  ist gleichzeitig eine dezentrale Lichtinstallation an Ahorn, Buche, Eiche, Kastanie, Lärche, Linde, Mammutbaum, Ulme und Weide.

 

Realisiert 2021 in Reelkirchen, Blomberg, OW

Die Teilnahme am Audiowalk war über eine app auf dem eigenen Smartphone möglich.

 

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik.

 

Partikel der Geschäftigkeit_74_2021

10. 04. 2021 Performative Spurensuche „Partikel der Geschäftigkeit“

 

Die Wolke von Kleinstpartikeln, die jeder Mensch ständig um sich herum trägt, wird auch „Personal Cloud“ genannt. Die Staubforschung fand kürzlich heraus, das der Staub im öffentlichen Raum während der Coronoa Pandemie zurück ging, während der Staub in Wohnungen mehr wurde. Das liegt laut Staubforschern an der Pandemie bedingten Verlagerung menschlicher Aktivitäten in den Innenraum.

 

Die „Personal Cloud“ als Ausgangspunkt unserer Arbeit nehmend, untersuchen wir die Spuren menschlicher Aktivitäten im öffentlichen Raum. Am 10. April 2021 wurde der Staub im öffentlichen Raum erstmals von uns in Frankfurt/M evaluiert. Dabei beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Aktivitäten und Formen des Zusammenlebens wir künftig im öffentlichen Raum brauchen. Ausgerüstet u.a. mit Kehrbesen, einem Teppich und Koffern für Staubproben, untersuchen wir die Spuren städtischer Aktivitäten anhand von Kleinstpartikeln. Auf unserer performativen Spurensuche kehren wir dazu den Staub von Straßen und Plätzen – als Zeugnis städtischen Lebens und Hinterlassenschaft der „Personal Clouds“ – zusammen. Anschließend wird diese Sammlung vor Ort unter einen Teppich gekehrt, durch rhythmisches Bewegen des Teppichs neu gemischt und sodann – für die spätere mikroskopische Untersuchung – in kleine Gläser gefüllt.

 

Performances am 10. 04. 2021 in Frankfurt am Main:

• Beginn der Europa-Allee

• Güterplatz

• Gallus Warte – Mainzer Landstraße

 

Ausstellung 11. 4. – 18.4. 2021
im Schaufenster des Ausstellungsraums be poet:
Künstlergespräch per Wechselsprechanlage:
So 18.4.2021 von 15:00 – 16:30 Uhr

 

Realisiert mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums
für Wissenschaft und Kunst und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

 

Photo credit: Bernd Thiele

Ghost Hunting FFM_073_2020/2021

Dezember 2020 / fortlaufend

Ghost Hunting Frankfurt am Main
A site specific audio excursion by 431art

 

Ghost Hunting | Audio walk in Frankfurt/Main city | A field experience from hertz to gigahertz

 

Elektromagnetische Felder umgeben uns überall. Für das menschliche Ohr sind sie normalerweise nicht wahrnehmbar. In Städten entstehen sie quasi unbeabsichtigt als Nebeneffekt technologischer Entwicklung.

Ghost Hunting macht verborgene Klänge von neun Orten der Frankfurter Innenstadt hörbar und erfahrbar. Ghost Hunting öffnet eine akustische Zwischenwelt, die Hörgewohnheiten auf die Probe stellt und dazu einläd, Klangfelder selbst zu erforschen: durch genaues Hinhören oder Lauschen.

 

Was erzählen uns die elektromagnetischen Felder urbaner Orte? Wie klingt der urbane Raum nachts, wenn alles still ist? Was erzählen uns die Geister, die in den elektromagnetischen Landschaften, den unsichtbaren Räumen der Poesie, leben?

 

Für die Teilnahme benötigen Sie ein Smartphone mit Verbindung zum Internet, einen Kopfhörer und die App „QR-Code-Reader“, die Sie in App-Stores kostenlos erhalten. Corona kompatibel kann die Route eigenständig erforscht werden – tagsüber, in der Dämmerung oder auch nachts. Uhrzeit und Begleitung können also selbst bestimmt werden. Auf zum Ghost Hunting! Am besten bei Dunkelheit.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei und erfolgt nach dem Solidarprinzip. Wer einen Beitrag spenden kann, hat hier die Möglichkeit dazu:

via PaPal auf der Seite des Kunstvereins

 

Mit freundlicher Unterstützung:

 

Medien Echo (Auswahl):

 

Das Rauschen der Stadt (FAZ)

Digitale Geisterjagd durch die Stadt (Journal Frankfurt)

Wie Corona-Spaziergänge spannend werden (hessenschau)

Gespenstige Stadtführung in Frankfurt (SAT1)

 

Lazarus Dinner_072_2020

01.10. — 31.10. 2020

Kunstverein Bellevue-Saal (Arbeitsstipendium)

 

Partizipative Installation

 

Die raumbezogene Installation greift die ursprüngliche Funktion des Bellevue Saal als Speisesaal unter den Vorzeichen der Almende auf. Unter „Almende“ versteht man seit dem Mittelalter Land, das von Bauern als Gemeinschaftseigentum genutzt werden kann. Ein Beispiel zeitgenössischer Almende ist die Bepflanzung von ca. 300 Beeten mit Obst, Gemüse und Blumen auf dem früheren Flughafen Tempelhof in Berlin. Der Begriff „Almende“ wird inzwischen auch auf andere Bereiche, wie z.B. dem freien Zugang zu Wissen übertragen.

 

Im Spannungsfeld von Selbstversorgung und Teilhabe beziehen wir den Begriff Almende in „Lazarus Dinner“ zunächst auf die Nutzbarmachung von privaten Lebensmittelüberschüssen aus eigener Erzeugung, aber auch auf einen gemeinsam geteilten Raum an einer gedeckten Tafel – also auf ein bedingungsloses Teilen gemeinsam verbrachter Zeit verbunden mit Gastfreundschaft im ursprünglichen Sinn. Während der Ausstellung wurde der Bellevue Saal also wieder zum Speisesaal. Allerdings wurde der Zugang zur gedeckten Tafel durch seitliche Absperrungen zunächst verwehrt. Wiesbadener*innen waren aufgefordert, Überschüsse von Selbstgemachten sowie aus dem eigenen Garten für das „Lararus Dinner“ zu spenden.

 

„Die Frage von Nachhaltigkeit und unser Umgang mit natürlichen Ressourcen ist einer der Ankerpunkte im künstlerischen Ansatz von 431art. Ihre Arbeit ist damit im besten Sinne politisch. Und sie verkörpert wohl das, was Joseph Beuys mit der Bezeichnung soziale Plastik benannt hat, ein Kunstwerk, an dem alle mitbauen. …

 

Die Arbeit ist raumbezogen, partizipativ UND sie lädt zur Kommunikation am Tisch ein. Coronakompartibel ist es ein kleiner Kreis an Gästen, der sich da treffen und austauschen kann und nach einer langen Zeit der Isolation wieder persönlich begegnen. Der Tisch befindet sich im Zentrum der Inszenierung, aber in diesem Zustand ist er erst einmal eine Leerstelle und wartet auf die Kommunikation, die an ihm stattfinden soll…

 

Blicken wir auf die anderen Elemente der Rauminszenierung, die teilweise etwas spacig daherkommen und uns irgendwie auch wieder aus der Gegenwart herauszuführen und in eine andere Sphäre zu beamen scheinen. In jedem Fall aber aus diesem Raum in die Natur versetzen. Da ist zum einen die Projektion durch drei Schnurvorhänge hindurch auf die Rückwand des Ausstellungsraums: zu sehen sind auf dem Video nektarsammelnde Hummeln auf Lavendelblüten. Der Bestäubungsvorgang als Beginn des Lebens, Voraussetzung für die Entwicklung von Früchten….

 

Die Fotografien sind vom Motiv her Stillleben und lassen sich in die Kategorie der Vanitas-Stillleben einsortieren. Vergänglichkeit ist das Thema, das vom Baum gefallene Obst, das da vor sich hin modert und dessen Saft die Wespen anlockt, die sich auf den Äpfeln zum Mahl versammeln. Wenn es mit den Hummeln beginnt, dann sind die Wespen sozusagen die Resteverwerter. Ein Naturkreislauf, der da in den Bildern aufleuchtet. Und ein Mahl, das uns in einer Art Kreisbewegung zurück zum Titel der Ausstellung führt.…“
(Christian Kaufmann)

 

Photo credit:  Dirk Uebele