431art | five elements
<title>431art | media art | interdisciplinary projects</title> <meta description>Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.</meta description>
media art, multimedia installation, interdisciplinary projects, video, sound, second life, virtual space, Multimediale Kunst, Installation, interdisziplinäre Projekte, Video, Klang, second life, virtueller Raum, eco art
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five elements
PROJECT_001_2001

Videogrossprojektion und Performance
[Video, Farbe, Ton, 29 Minuten]
Alter Bahnhof, Völklinger Hütte, BRD

 

Die Arbeit setzt sich mit den fünf Elementen der indischen Philosophie Erde, Wasser, Feuer, Luft und Aether, die auch in Europa zeitweise das Weltbild bestimmten, auseinander. Die fünf Elemente werden als die ursprünglichen Wurzeln aller sichtbaren Dinge angenommen, von deren Zusammenfügung oder Trennung das Werden und Vergehen der Körperwelt angenommen wird. Die indische Chakrenlehre beschreibt ein System, innerhalb dessen sich der Mensch von Seinsstufe zu Seinsstufe immer weiterentwickelt: Ausgehend von den rein körperlichen Grundbedürfnissen (Element Erde) bis hin zu den Aspekten ‘Kommunikation’ und ‘kreatives Ausdrucksvermögen’ stehen die fünf Elemente für die ersten fünf Stufen der Entwicklung des Menschen zu einem spirituellen Wesen.
„Fünf Elemente“ arbeitet mit Klang-, Text- und Filmelementen , sowie Live-Performance. Ausgangspunkt für die Arbeit an diesem Projekt waren nach eingehenden Recherchen Kompositionen aus natürlichen Geräuschen und digitaler Klangsynthesezu den Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Aether. Jedem einzelnen Element wurden darüber hinaus geflüsterte Texte zugeordnet: Zitate von Apulejos, Gautama Buddha , des Parmenides von Elea, Frater Albertus alias Albert Riedel und Ausschnitte aus den „Erzählungen der Chassidim“.
Die so entstandenen Einzelkompositionen dienen als akustischer Prolog zu den ebenfalls an den einzelnen Elementen orientierten Videosequenzen: In jeder dieser Sequenzen wird der gleiche weiße leere Raum (white-cube) gezeigt. Haike Rausch ist dort als Tänzerin zu sehen, die sich mittels Bewegung und Tanz den Raum in einem vorgegebenen zeitlichen Rahmen von etwa fünf Minuten erschließt. Die Bewegung erfolgte keiner vorher festgelegten Choreographie, sondern wurde in Korrespondenz mit den Klangereignissen improvisiert. Der tänzerische Ausdruck wurde durch Bewegungsunschärfen und Bildüberlagerungen verdichtet.
Bindeglied der einzelnen Filmsequenzen ist ein digital erzeugter dreidimensionaler Raum. Er bildet den Übergang von Element zu Element und ist zugleich Mittler zwischen filmischer Ebene und Live-Performance:
In ein minimalistisches Bühnenbild, ein Iglu-Zelt aus Frühbeetvlies und fünf Lichtstelen, werden nach und nach Gegenstände gebracht: eine Kühlbox, ein Campingstuhl, eine Taschenlampe und andere für den modernen Nomaden nützliche Dinge. Als Kontrapunkt zum Tänzerischen des Filmes werden einfache Handlungen ausgeführt. So werden z.B. Lichtstelen gepflanzt, Wasser wird Schluck für Schluck getrunken, Räucherspiralen werden angezündet. Film- und Live-Ebene sind so ineinander verwoben, daß sie sich sowohl kontrastiv als auch korrespondierend ergänzen.

„… „Fünf Elemente“ ist Konzeptkunst, reales Bühnengeschehen, Videoprojektion.
…Haike Rausch und Torsten Grosch beeindruckten mit Video-Projektion und Performance.“ aus Saarbrücker Zeitung 26.10.2001