431art | Portfolio Categories Second Life
<title>431art | media art | interdisciplinary projects</title> <meta description>Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.</meta description>
media art, multimedia installation, interdisciplinary projects, video, sound, second life, virtual space, Multimediale Kunst, Installation, interdisziplinäre Projekte, Video, Klang, second life, virtueller Raum, eco art
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Empty rooms – Living in Prims Project_032_2011

Installation in einem Leerstandsgebäude der Wiesbadener Innenstadt.

 

Die Installation bestand aus dem Screening des Machinima “Walk to Elea!”, der innerhalb der virtuellen Installation “I’ll be your Substitute whenever you want me” gedreht wurde, einem Grossprint eines Motivs aus der Serie “Living in Prims” und einem mittig auf dem Boden aufgebrachten Teleporter, mit dem Avatare sich innerhalb der virtuellen Umgebung von second life von einem Ort zu einem anderen begeben können. Die Installation verlegte den Teleporter in den realen dreidimensionalen Raum als eine Brücke zwischen den Realitätsebenen.

Living in Prims Project_026_2009

photography, 2009

 

Als Prims werden in second life die einzelnen Bausteine bezeichnet; also die Bestandteile, mittels derer innerhalb eines digitalen Paralleluniversums eine neue Wirklichkeit erschaffen und sichtbar gemacht wird. Betrachtet man das Thema Konstruktion von Wirklichkeit im realen Leben, so können Prims als Metapher von Wahrnehmung, Blickwinkel und Reflektion erlebter Wirklichkeit gesehen werden.

431art (Haike Rausch und Torsten Grosch) zeigt eine Serie neuer fotografischer Arbeiten, die die Konstruktion von Wirklichkeit in second life thematisieren und auf ihre 2007 entstandene virtuelle Installation “I’ll be your substitute whenever you want me” referieren. Der Fokus dieser Ausstellung liegt auf den bildnerischen Arbeiten ganz unterschiedlicher Techniken und Formate von 431art, die  teilweise bereits innerhalb ihrer multimedialen Environments zu sehen waren.  Gezeigt wird weiter der Machinima “Walk to Elea”, der 2008 innerhalb von second life und “I’ll be your substitute..” gedreht wurde und im Oktober 2009 auf dem Filmfestival in Nanjing/China zu sehen war.

Walk to Elea! Project_019_2008

walk to elea!
video, 2008, machinima, original length 16´:50″

 

 

Uraufführung zum Internationalen Museumstag 2008, Klingspor Museum Offenbach.

 

Michel Serres lässt Zenon den Schüler von Parmenides in der “Nordwest-Passage” nach Elea gehen – alles wird zum Hindernis vom Berg bis zum Staubpartikel. Die Geschichte des Weges wird zu einer Geschichte des Umweges – stets verbunden mit der Frage”Wird er ankommen – Wird er jemals ankommen…”
Serres ist auf der Suche nach der Passage, die die Wissenschaft von den Menschen
mit der Wissenschaft von der Welt verbindet.
Parmenides (540/535 v. Chr.) verfasste ein einziges Werk “Über die Natur”, ein Lehrgedicht
der Reise “jenseits der ausgetretenen Pfade”. Am Ende der Reise trifft der Erzähler auf eine namenlose Göttin, die ihn über die Natur der Wirklichkeit / Wahrheit, aber auch über
die Natur des Scheins aufklärt. Parmenides’ Schüler Platon führt in seinem Höhlengleichnis mittels der Thematik Schein und Sein in die Erkenntnistheorie ein.
In “Walk to Elea!” erkunden zwei Avatare – Laksmi Giha und Myth Guyot – die virtuelle Installation “I’ll be your substitute whenever you want me” von 431art.
Beginnend in einem Gebäude, das den Topos der Höhle als “Gegenort” thematisiert, finden sich die Kernthesen Parmenides’ als typografische Projektionen auf unsichtbaren geometrischen Körpern wieder. Von diesem Gegenort aus gelangen die Protagonisten
via Teleportation in ein Labyrinth, das aus typografischen Projektionen der Fragmente des Sourcecodes des ersten “Second Life Viewers” besteht.
Die Avatare werden  mit Ihrer Konstuktion und gleichzeitig ihren Bedingtheiten konfrontiert.
Per Teleportation gelangen sie zurück an die Küste. Zurück und vermeintlich angekommen in Elea leiten sie den Ritus des Nerds ein: Kaffee trinken und sich gleichsam aus der einen Wirklichkeit in eine andere zu verabschieden.

 

 

walk to elea! – 18. May 08 Klingspor Museum Offenbach
exhibition, 2008

 

Uraufführung und Gespräch zum Internationalen Museumstag, Kingspor Museum Offenbach.

 

 

walk to elea! – 3. July 08 Poseidon House Frankfurt
exhibition, 2008

 

 

Walk to Elea!, Rough Diamond FFM
exhibition, 2008

 

 

 

KAISER&CREAM-ONLINE OFFSPACE-EVENT >UNDER CONSTRUCTION< in Zusammenarbeit mit Ambience Records.

Am Freitag, 17. Oktober 2008 feierte das KAISER&CREAM sein Debut in Frankfurt. KAISER&CREAM taucht das ROUGH DIAMAOND ein in multimediales KUNSTlicht internationaler Medienkünstler.

Videoinstallations: 431art/D, CaoKai/CN. Sounds: Pascal FEOS (Level Non Zero), Chris Wood (Level Non Zero), Paradroid (MicroFunk), Cocodile (Ambience Records)

Location: Nightclub ROUGH DIAMOND, Moselstrasse 46-48, 60329 Frankfurt am Main – Bahnhofsviertel.

Greetings to Olinda Project_018_2007

Inspiriert von Urlaubsgrüßen auf Postkarten entstand die Arbeit “Greetings to Olinda”. Die Vorderseite einer Postkarte übermittelt normalerweise Grüße von einen Ort zu einem anderen, auf der Rückseite erst überbringen die handgeschriebenen Zeilen dann Grüße zu einer Person und damit auch an einen anderen Ort. 431art verbindet diese beiden Seiten einer Postkarte zu einer.
Postkartengrüße sind eine weltweit verbreitete Form, verschiedene Teile der Erde miteinander zu verbinden und die Stimmung einer Person oder die Atmosphäre eines Ortes an einen anderen zu übertragen. Diese Form hält sich auch in Zeiten der email-Kommunikation beständig.
Normalerweise werden auf Postkarten Urlaubsgrüße mit idealisierten Bildern scheinbar typischer Ansichten eines Ortes übermittelt, die Texte vermitteln in den meisten Fällen idealisierte Erfahrungen.
Haike Rausch und Torsten Grosch senden Ihre Grüße durch ihre Avatare von ihrem virtuellen Land und artspace in second life an die Bewohner von Olinda. Die beiden Bilder der Arbeit spielen mit den Motiven typischer Urlaubsfotos.
In unserer globalisierten Welt, in der fast jeder Winkel der Erde gesehen ist, kommen die Grüße von 431art aus der virtuellen- in die physische Realität. Rausch und Grosch verbinden Jewel (54, 246, 21) mit der brasilianischen Stadt Olinda. Ein Kontakt eines sehr jungen und weltweit unbekannten Ortes der virtuellen Parallelwelt second life mit einer realen Stadt mit langer Geschichte und kulturellen Wurzeln. Gleichzeitig entlarven sie das idealisierte Bild, welches Postkarten vermitteln möchten und übermitteln ihre Grüße “Ohne Worte”.

 

 

Arbeit für die Ausstellung mit dem Thema ‘Ohne Worte’, Olinda, Brasilien und Frankfurt, BRD.

I’ll be your substitute whenever you want me Project_017_2007

I’ll be your substitute whenever you want me
second life, 2007, interactive virtual installation

 

 

“…Diese Form der Ästhetisierung des Nicht-Materiellen ist auch Gegenstand von I’ll be your substitute whenever you want me – einer Arbeit, die in der Virtual Reality-Umgebung ‘Second Life’ realisiert wurde. Im Zeitalter der Digitalisierbarkeit, in dem scheinbar alle alltagsweltlichen Bezüge (von der zwischenmenschlichen Kommunikation bis hin zu privaten Erfahrungsräumen) rechnergestützt prozessierbar geworden sind, macht sich dieses 431art-Projekt zur Aufgabe, vertraute Realitätsbegriffe und Identitätsvorstellungen zu hinterfragen.
Das virtuelle Environment verbindet Platons Höhlengleichnis – bekannt als das abendländisch-philosophische Bild für das Problematisch-Werden von “Sein und Schein” – mit der Visualisierung labyrinthischer Formationen und lässt im Spannungsfeld zwischen Immersion und Distanz die epistemologischen Impli-kationen der Überlagerung von virtuellen und ‘realen’ Erfahrungsebenen thematisch werden. Die Struktur der Arbeit ist dabei selbst ein Labyrinth, in dem verschiedene Repräsentationsebenen durcheinander gespielt werden. Die ästhetischen Interferenzen zwischen Audio, Video und dem Sourcecode des ersten Second Life-Viewers sowie zwischen dem Avatar und dem Betrachter am heimischen Computer öffnen so ein metaphorisches Deutungsfeld um Fragen nach der Eigenwirklichkeit sowohl von virtuellen Räumen als auch von mit Personalität und Autorschaft verbundenen Online-Existenzen. In dieser undurchdringlichen Matrix wird der User auf seiner umherirrenden Suche nach einer stabilen Identität zugleich mit mehreren Spiegelungen seiner selbst und seiner Umgebung konfrontiert, nämlich mit seinem virtuellen Double, mit der diesem und seiner ‘Lebenswelt’ zugrunde liegenden Software sowie mit der erkenntnis-theoretischen Reflexion des gesamten digitalen Paralleluniversums.”
Martin Doll, Medienwissenschaftler

Dank an unseren Avatar Freund Nazz Lane

 

 

second life connects real life
second life, 2007, lifescreening into real life

 

Zwischen realer und virtueller Welt schaffen Rausch und Grosch mittels der Lifeübertragung von Second Life ins Klingspor Museum Offenbach am 16.8.2007 um 20 Uhr eine Art medialer Rückkoppelung. Lifeübertragung und lecture.

 

 

I’ll be your substitute 02
second life, 2007, exhibtion Butzbach

 

 

I’ll be your substitute 02 transferiert Teile der Originalinstallation in eine lieblich-idyllisch anmutende second life location: die frei interpretierte virtuelle Nachbildung des hessischen Ortes Butzbach mit Fachwerkhäusern. In der Installation untersuchen wir die Grenze der Identifikation mit der visuellen Erscheinung innerhalb second life.
Ort der Installation war ein Hügel in einem Parkgelände. Auf einer Lichtung wurden frei schwebende Textzitate zu Fragen des Seins direkt in die liebliche Landschaft plaziert. Der Ort ist in sofern als typisch für second life anzusehen, als das hier ein idealisiertes Wunschbild virtuell realisiert wird. Mittels transparenter Raumteiler verwandelten wir den Platz in einen open air Ausstellungsort. Hier waren auch ein virtuelles Buch über 431art und das Modell des Labyrinths plaziert. Die “Störung” der nach physischen Gesetzmäßigkeiten in sich logisch aufgebauten Situation wurde mittels frei schwebender Textzitate und mittels Stelen, die sich bei Näherung verkleinern und bei Entfernen wieder vergrößern, aufgebaut. Letztere nutzen die technischen Möglichkeiten von sl als Irritation und Störung der Nachbildung des Realen. Vom Ausstellungsort war ein Teleport in das in mehreren hundert Metern hoch schwebende Laybyrinth möglich.
Dem Ort wurden also gleichzeitig mehrere Funktionen und Realitätsebenen zugewiesen. Der Ausstellungsort bezieht sich klar auf die systemimmanente Realität in sl. Die Störfelder Textzitate und Stelen bilden Irritationen in diesem, während das Labyrinth den Avatar mit dem Sourcecode konfrontiert.
Dank an unsere Avatar Freundin MaillaAnn Slade. Ort: MarillaAnns grey hair art gallery, Butzbach, second life.

 

 

I’ll be your substitute 03 at SL5B
second life, 2008

 

Ausstellungsevent zum 5ten Bestehen von Second Life vom 23. Juni 2008 9:00 am (Montag)
bis 7. Juli, 2008 11:59 pm (Montag)

Alle Zeitangaben beziehen sich auf US Pacific time

I’ll be your substitue 03 ist eine Installation anläßlich des 5ten Bestehens von second life auf einen von linden lab bereitgestellten Grundstück neben anderen virtuellen Installationen zum fünfjährigen Bestehen von second life.
Auch hier loten wir die Möglichkeiten virtueller Architektur in bezug auf die Befragung von Realität und der Konstruktion von Wirklichkeit innerhalb von sl aus.
Auf einem am Meer gelegenen Grundstück plazieren wir ein Zitat der Höhle der Originalinstallation. Die Höhle wird – hier nach oben hin geöffnet – zum screening-Ort des Films “Walk to Elea!”. So entsteht eine Ort-im-Ort-Situation; eine Realitätsverschachtelung. Bei Sehen des Films wird realisiert, sich in Teilen des ehemaligen Drehortes zu befinden – der Vorführort wird so quasi zur Kulisse von etwas, was anderen Ortes in sl stattfand. Er verweist damit auf das grundsätzlich kulissenhafte innerhalb second lifes – der virtuellen Nachbildung physischer Realität. Erst die Überwindung der Schwerkraft mittels der technischen Möglichkeiten in sl schaffen eigene Gesetzmäßigkeiten. Auf dem Grundstück sind mehrere Teleporter plaziert, die den Avatar zum in den Wolken schwebenden Labyrinth bringen – und mit dem Sourcecode, der seine Existenz bedingt – konfrontieren.