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431art | media art | interdisciplinary projects Diese Seite richtet sich an Kuratoren und Ausstellungsmacher, an Museen, Stiftungen, Kunstsammler und kulturell Interessierte. Sie hat auch das Ziel einer möglichen Vernetzung unter Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf eine mögliche Kooperation zu schaffen.
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wasting time by drying hair instead of making art Project_014_2006

Interaktive Videoinstallation, live-camerafeed, DVD 2´51″ loop zum Jubileum “404040404040” der Fluxusbewegung im ehemaligen Paik-Raum der FluXus Freunde Wiesbaden e.V.
Durch einen Sehschlitz in der mit schwarzen Tuch verschlossenen Tür ist die Videoprojektion “wasting time by drying hair instead of making art” zu sehen. Das Jubiläum der Fluxus-Bewegung wird typographisch aufgegriffen, unterschnitten in rasender Bildfolge mit einem kurzen performativen Alltags-Piece.
Gleichzeitig wird der Betrachter zum Akteur; der Ausschnitt der betrachtenden Augenpartie wird mittels einer Livekamera abgenommen und in “Bens Bar” über einen Monitor zeitgleich dargereicht.
Dem Betrachter wird auffallen, das im typographischen Gefüge des Films 40 Wochen fehlen – einen Hinweis auf deren Verbleib kann der Titel des Films geben. Für Besucher liegen Formularbögen bereit, mit Hilfe derer diese die vorraussichtlich in ihrem Leben verbrachte Zeit zum Haaretrocknen errechnen, bzw. schätzen können.

 

 

wasting time by drying hair instead of making art
video, 2006

 

 

Video, Farbe, Ton, 2´51″

out of the blue into the green Project_013_2006

Die muu-gallery zeigte 2006 im Rahmen des Kunst-Festivals „Summer-Light-City – contempory Art in Helsinki“ die installativen Arbeiten “lemna minor”, “endorhin 1.1 I betarelease” und “16:1”, die um neue Arbeiten erweitert und auf die räumlichen Gebenheiten des white cube hin konzipiert wurden.

 

out of the blue into the green
exhibition, 2006, vernissage muu gallery

 

 

Vernissagevideo

 

lemna minor squares
installation, 2006

 

Das Video „Square I & II“ thematisiert die prozessual-performative Wasserlassung zweier Objekte in ein stillgelegtes Klärbecken. Der Film handelt von der Transformation des Beckenraumes in einen Raum der Stille. Für die Ausstellung in Helsinki wurde die Installation modifiziert und erweitert, so das sie sich auf die Gegebenheiten des white cube bezieht.
Im Galerieraum sind in perspektivischer Flucht zur Projektionswand die original Schwimmkörper als Bodenskulpturen plaziert.

 

lemna minor laboratory 02
installation, 2006

 

Das Labor ist ein Wahrnehmungs- und Denkraum, bestehend aus Objekten mit Reagenzgläsern, Petrischalen, Texten, Fotografien und Videoinstallation.

 

 

the source
sculpture, 2006

 

Chlorophyllobjekte
schwarzes MDF 40x40cm, Chlorophyll in Reagenzgläsern, Serie von 12 Objekten

 

 

lemna-minor-chutneys
eat art, 2006

 

Zwei Sorten aus eigener Herstellung von 431art, serviert zur Vernissage

 

 

endorphin 1.1 | betarelease – helsinki
installation, 2006, exhibition at muu gallery

 

Die Installation „Endorphin 1.1 Betarelease“ hält vor dem Hintergrund des menschlichen Strebens nach Glück ein besonderes Angebot bereit: In einem Metallregal befindet sich ein Sortiment von Wasserflaschen, die bei genauerem Hinsehen jedoch ungewöhnliche Substanzen beinhalten: Neben Liebe, Mitgefühl, Freude, Hingabe und Wunschlosigkeit wird eine Reihe weiterer positiver Gestimmtheiten versprochen; aber auch konträre Empfindungen wie Hass, Gier, Neid, Missgunst können in flüssiger Form zu sich genommen werden. Obwohl es sich dabei nicht um materiell besitzbare Gefühlszustände handelt, werden sie gleichsam zur Ware transsubstantiiert und sinnlich greifbar. Auf der mittleren Regalebene sammelt sich Wasser aus einem Schlauch allmählich um eine Leuchtdiode und fällt Tropfen für Tropfen in eine Metallschale. Dieser Vorgang ist zugleich akustisch verstärkt zu hören. Es scheint, als würde das mit den Glücksmomenten ‘beseelte’ Wasser in einem alchemistischen Prozess gewonnen. Durch das Angebot an ‘Substanzen’ wird “Glück” nicht nur in die Sphäre der Konsumtion verlegt, sondern dem Betrachter wird mit der Wahlentscheidung zugleich abverlangt, individuell zu ermessen, welche Voraussetzungen, Gefühle und Charaktereigenschaften er für seine persönliche Glückserfüllung als notwendig erachtet.  Unzählige Antworten wurden während der dreiwöchigen Ausstellung auf den dafür vorgesehenen Fragebögen notiert und von Besuchern der Ausstellung in die dafür bereitstehende Box eingeworfen. Mit jeder Ausstellung erweitert sich die Installation, da Besucher unter anderem danach gefragt werden, welche Eigenschaften/Substanzen ihrer Meinung nach noch fehlen in der Palette menschlicher Empfindungen und Gefühle. Über die Vorschläge wird im Anschluß an jede Ausstellung von Haike Rausch und Torsten Grosch diskutiert und die Installation dann entsprechend erweitert. Einzig Doppelungen werden nicht aufgenommen und der Wunsch mancher Besucher nach der Substanz “Glück”, denn diese würde die Arbeit ad absurdum führen und keinerlei Feedback, Fragen und Reflektionen zum eigenen Glück im Besucher hervorbringen.

 

 

16:1
installation, 2006, gallery

 

 

In 16:1, einer interaktiven Rauminstallation – ist der inhaltliche Ausgangspunkt Kommunikation, bzw. fehlende Kommunikation. Als Metapher hierfür steht die babylonische Sprachverwirrung – der Ursprung aller Konflikte. Die Arbeit wurde 2003 in einem ehemaligen Munitionslager der amerikanischen Streitkräfte zur Zeit des zweiten Golfkrieges entwickelt und ausgestellt. Tritt der Besucher auf eine Bodenplatte in der Mitte eines Steinkreises, produziert er einen Laserstrahl und schickt symbolisch ein Projektil los. Für die Ausstellung in Helsinki wurde die Installation erweitert, so das sie sich auf die Gegebenheiten des white cube bezieht.

 

 

16:1 objects
sculpture, 2006

 

Leuchtkästen, 20 x 30 cm

time lap Project_012_2006

Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt/Main; Klingspor Museum, Offenbach; Germany

“Time Lap” ist der filmische Teil einer zweiteilig angelegten multimedialen Arbeit.
“One of those days” ist das hörbare Äquivalent zum stummen Film “Time Lap”, jedoch nicht die Vertonung des Films.
Beide Arbeiten stehen autark innerhalb eines zweiteilig angelegten Konzeptes, welches Bezug nimmt auf die Tatsache, die Ausstellung “Seitenwahl” mit Büchern der Fußballweltmeisterschaften an zwei Orten stattfinden zu lassen.

 

time lap
video, 2006

 

 

lime lap, Video 24’:46’’, Farbe, stumm
Der Titel der Arbeit bedeutet in etwa „Zwischenzeit“. Zum Beispiel die Zeit, in der ein Spiel gestoppt wird wegen Verletzung eines Spielers oder dem Vergeben einer gelben Karte. Die Zeit der Verlängerung eines Spieles, das eigentlich längst abgelaufen ist. Oder die zeitliche Spanne vor oder nach einem Spiel. Diese wird normalerweise nicht bewußt wahrgenommen, weil die Erwartung schon auf dem nächsten Spiel liegt.  Was passiert zwischen den Spielen in einem Fußballstadion?
In Time Lap mäht ein Platzwart einen Stadionrasen. Letzterer ist fast bildfüllend zu sehen: eine grüne Fläche mit einer Linie in der Mitte. Die Kamera bleibt den gesamten Film über in der gleichen Position, zu sehen ist der Rasen und in in größeren zeitlichen Abständen der Platzwart, der den Rasen Bahn für Bahn mäht und sich dabei mit jeder Bahn etwas weiter von der Kamera entfernt.
So erschließt sich dem Betrachter die Größe des Spielfeldes langsam über die Dauer des Filmes. Die Fläche wandelt sich zum Raum. Zeit tritt ins bewußte Wahrnehmen des Betrachters ein. Warten auf das erneute Auftauchen des Rasenmähers. Erwartung – was passiert sonst noch? Wie Erinnerungs- und Versatzstücke tauchen Bilder vergangener Spiele auf und wieder ab. Genauer: Standbilder aus Fernsehübertragungen historischer Spiele, auf denen das Raster des Fernsehbildes liegt. Die Figuren stilisiert, teilweise verfremdet oder verzerrt. Das ursprünglich bewegte Fernsehbild wird hier transformiert hin zu einer grafisch-stilisierten Bildaussage. Die Kamera fährt über diese Standbilder – „gefrorene“ Bewegungen. Time Lap – Zwischenzeit, in der assoziatives Erkennen verfremdeter Bilder sich mit der Erinnerung des Betrachters mischt. Der Rasen wechselt seine Bedeutungsqualität zwischen gemähter Fläche und einem mit Erinnerungen und Emotionen aufgeladenen Raum des Fußballs.
Dank an Günther Horster

 

one of those days
sound, 2006

 

one of those days, Soundinstallation 19’:49’’
Ein Motor wird gestartet und ein zunächst nicht näher einzuordnendes Gefährt bewegt sich vom Hörer weg, wieder auf ihn zu und an ihm vorbei – ein gleichmäßiges – und sich in regelmäßigen Abständen wiederholendes ab- und anschwellendes Geräusch. Ein Radiosender wird gesucht. Fragmente von Original-Kommentaren historischer WM-Spiele unterbrechen und rhythmisieren das eintönige Hin- und Herfahren. Die Kommentare fragmentarisch, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Erzählung – angelegt wie einzelne Mosaikstücke, die aus der Erinnerung auf- und wieder abtauchen. Beginnend mit der WM in Bern und abschließend mit dem Ausscheiden der Deutschen in Lyon.
Ein Platzwart mäht den Stadionrasen. Dies entschlüsselt sich für Hörer erst in Zusammenhang mit den Fußballkommentaren; innerhalb der Ausstellung zusätzlich durch das mit Kopien von Buchdoppelseiten gebildete Linienbild des Fußballfeldes.
Dank an Günther Horster

 

one of those days artistbook
artistbook, 2006

Unikatbuch mit DVD
Sammlung Klingspor

Luck and Consumption Project_011_2006

Glück und Konsum – Aspekte der Verdinglichung
Ausstellung Fluxus-Freunde Wiesbaden e.V. und öffentlicher Raum Wiesbaden
Ausstellungskonzept, kuratiert von: Haike Rausch, Torsten Grosch, 431art.org

 

Glück und Konsum – ein Thema, das gerade in einer Zeit von grossen Einsparungen von gesellschaftlicher Relevanz ist und für das Individuum an Bedeutung gewinnt., in dem es neu befragt wird. Die Arbeiten thematisieren unsere Beziehung zu Glück und Konsum im Spannungsgefüge dieser Pole.Die teilnehmenden Künstler kommen aus ganz Deutschland und sind zum Teil international tätig. Der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeiten liegt auf Installation und Objekt/Skulptur.
Teil des Ausstellungskonzeptes ist, die künstlerischen Exponate mit der realen Konsum- und Warenwelt zu verbinden: Im Vorfeld der Ausstellung fand eine Ausdehnung in den öffentlichen Raum statt.

Teilnehmende Künstler an diesen Ausstellungen sind:

 

Marc Behrens, Frankfurt
Martina Biesenbach, Köln
Torsten Grosch, 431art, Mainz
Friedrich Engstenberg, Leverkusen
Sandra Heinz, Mainz
Dorothea Koch, Hamburg
Gudrun Löbig, Hamburg
Gabriele Luetgebrune, Cuxhaven
Marion Maria Menzel, Köln
Sarah Nagelschmidt, Köln
Ute Nagelschmidt, Köln
Haike Rausch, 431art, Frankfurt
Christiane Schlieker-Erdmann, Witten
Ingrid Schütz, Berlin/Stuttgart
Hildegard Wagner, Volxheim

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Vorwort von Rita Thies, Kulturdezernentin a.D. und von Dr. Stefan Soltek, Leiter Klingspor Museum Offenbach/Main.
Der Katalog ist 36-seitig, zweisprachig, durchgehend vierfarbig (ISBN 3-00-018370-1, Euro 14,80) und wurde mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst realisiert.

„Glück und Konsum“ ist Teil eines Ausstellungsprojektes zum Thema Glück, welches 2004 von Martina Biesenbach in Köln ins Leben gerufen wurde. Weitere Ausstellungen sind in Planung.

 

luck and consumption vineevent
exhibition, 2006

 

 

Ausstellungsbezogene Weinverkostung, die Kunstwerken unterschiedliche Weinsorten zuordnet.
Konzept und Präsentation: Gerrit und Barbara von Velsen.